Zeitzeuge

Blubu, die Friedhofsbuche

Ort und Gestalt

Blubu steht frei auf der Rasenfläche des Alten Friedhofs hinterm Jahnplatz, ca. 40 m südöstlich vom Haus der Technik. Ihre astreiche Krone kann sich frei entfalten und hat die Form eines Mohrenkopfes. Ihre Blätter sind im Sommer tief dunkrot gefärbt. Im Herbst färben sie sich kurz grünlich, dann orangebraun. Sie überblickt den ganzen alten Friedhof, die Friedrich-Verleger-Straße, die Einmündung der Wilhelmstraße, die Ecke Turnerstraße/Körnerstraße, den Rathausneubau, die ganze Ecke Niederwall/Jahnplatz von hinten, einen Teil des Kesselbrinks bis zur Polizeiwache – und die Spitze des Telekom-Hochhauses.

Baumart

Blutbuche, Fagus sylvatica f. purpurea, eine Zuchtform der Gewöhnlichen Buche

Geschichte

1808, zur Zeit Napoleons, beschloss der Magistrat, außerhalb der Stadtmauer eine Begräbnisstätte der damals 6000 Einwohner zählenden Stadt zu errichten. Die Fläche wurde mit einer 2 ½ m hohen Ziegelsteinmauer eingefasst und mit einem monumentalen Eingangsportal ausgestattet. Zwei Torpfeiler aus Sandstein von 5 m Höhe und 1 m Stärke hielten ein schmiedeeisernes Flügeltor. Es fiel 1928 dem Bau des Hauses der Technik zum Opfer. 1874 wurde der Friedhofsbetrieb weitgehend eingestellt und der Friedhof zum Park umgebaut, der mit seinen alten Grabstätten seit 1986 unter Denkmalschutz steht. Seit 2000 wird der Friedhof wieder als solcher genutzt, 2001 entstand eine neue Friedhofskapelle.

Status und Pflege

Blubu ist ein geschütztes Naturdenkmal. Sie ist Teil eines städtisches Friedhofs und wird von den Umweltbetrieben der Stadt Bielefeld gepflegt.