Kunsthallenpark

Chronik

1350

Alta

Um 1350 begann der Bau der Altstädter Nicolaikirche. Sie war dem Heiligen Nikolaus von Myra geweiht, dem Schutzpatron der Kaufleute.

1540

Kieke

1540 begann der Bau der Festungsanlagen an der Sparrenburg. 1558 wurde auch das Kiekstadtrondell (nach anderer Schreibweise Kiekstattrondell) fertig. Es heißt so, weil man von dort so schön über die Stadt "kieken" kann. Außerdem entstanden das Marienrondell (zur Neustädter Marienkirche hin), das Schusterrondell (nach Bethel hin) und das Mühlenrondell (oder Windmühlenrondell, zum Johannisberg hin). Von den Rondellen aus konnten die Verteidiger die langen Festungsmauern seitlich "bestreichen", d. h. etwaige Angreifer von der Seite aus unter Feuer nehmen.

1541

Alta

1541 wurden in der Altstädter Nicolaikirche die ersten Gottesdienste der Reformation gefeiert. Es begann eine Übergangszeit mit beiden Konfessionen.

1542

Frieli

Um 1542 schloss sich Magister Thomas Eltz in der Neustadt dem protestantischen Glauben an, zur gleichen Zeit wie Pfarrer Anton Möller in der Altstadt. Die Neustädter Marienkirche wurde bikonfessionell: Die Kanoniker des Marienstiftes hielten katholische Messen ab, die Gemeinde dagegen protestantische Gottesdienste, deren äußeres Kennzeichen die deutschsprachigen Kirchenlieder waren. 1548 setzten herzogliche Räte die Rückkehr zum katholischen Kultus durch. 1554 führte Pfarrer Hermann Hamelmann die Reformation wieder ein, wurde aber 1555 auf Betreiben der Kanoniker vertrieben. Nach dem Augsburger Religionsfrieden 1555 schloss sich der Herzog von Jülich-Kleve-Berg der Reformation an; damit wurde auch Bielefeld evangelisch.

1632

Alta

Die Siege König Gustav Adolfs von Schweden im Dreißigjährigen Krieg hatten für Bielefeld die Folge, dass Altstädter Nicolaikirche und Neustädter Marienkirche endgültig protestantisch wurden.

Frieli

Die Siege König Gustav Adolfs von Schweden im Dreißigjährigen Krieg hatten für Bielefeld die Folge, dass Altstädter Nicolaikirche und Neustädter Marienkirche endgültig protestantisch wurden.

1636

Frieli

Eine Pestepidemie während des Dreißigjährigen Krieges kostete rund 300 Bielefelderinnen und Bielefelder das Leben.

1648

Frieli

1648 beendete der Westfälische Friede zu Osnabrück und Münster den Dreißigjährigen Krieg. Zur Feier des Friedens wurde an der Südseite der Neustädter Marienkirche eine Linde gepflanzt, die Friedenslinde. Im Jahr zuvor hatten pfälzisch-neuburgische Truppen Bielefeld und die Grafschaft Ravensberg an Brandenburg übergeben. Bis 1918 blieben sie in brandenburgisch-preußischer Hand. Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, weilte mit seinem Hofstaat oft auf der Sparrenburg.

1650

Plata

1650 befand sich an der heutigen Kreuzung Niederwall/ Am Bach das Brücktor der Stadtmauer, durch das die Weserlutter die Stadt verließ. Auf der Innenseite der Stadtmauer befand sich eine Wassermühle, die Starkenmühle, mit mehreren kleinen Mühlrädern im Bach.

1671

Frieli

"Anno 1671 war das, da weilten viele bunt gekleidete Gesandte mit ihren Umhängen und großen Hüten in der Stadt, zu einer Tagung des Westfälischen Reichskreises. Darunter auch Bernhard von Galen, der Bischof von Münster, den die Holländer "Bomben-Bernd" und die Preußen den "Kanonenbischof" nannten, weil er dauernd mit einem Heer umherzog und Städte belagerte. Man denke, ein Bischof! Sogar die Stadt Münster hat er einmal neun Monate lang belagert. Eines Nachts kam er hier vorbei und schüttelte die Faust gegen die Neustädter Marienkirche, weil sie nicht mehr katholisch war, sondern protestantisch. Er betete zu Maria und gelobte ihr Rache. Am nächsten Morgen sah ich ihn mit dem französischen Gesandten tuscheln." So erinnert sich Frieli die Friedenslinde. Den französischen Gesandten gelang es, den kriegslüsternen „Kanonenbischof“ in ihre Allianz einzuspannen. Zwei Jahre später ließ er Bielefeld belagern.

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